Muda Mathis / Sus Zwick / Fränzi Madörin

Das unsichtbare Licht

15. August bis 19. September 2010

«Das unsichtbare Licht» ist eine Elf-Kanal Audioinstallation und besteht aus akustischen und visuellen Anteilen. Eine lange Sitzgelegenheit mitten im Raum soll das Publikum zum Verweilen verführen. Das Publikum soll sich hinsetzen oder auch hinlegen, um sich bequem das 25-minütige Hörstück zu Gemüte zu führen. Es ist also eine Ausstellung, die etwas Zeit braucht.

Der grosse Raum der Kunsthalle Arbon ist mit zwei goldig-silbrigen Vorhängen in eine Art «Arena des Geschehens» eingegrenzt. Sechs grosse schwebende Scheiben, eine Art Membran oder auch Projektionsfläche mit Hinterleuchtung, sind «leere Bühnenbilder» und Reverenz an das vielleicht älteste bildgebende Verfahren: das Schattenspiel.

Trotz grosszügigen visuell-räumlichen Elementen, spielt sich das Eigentliche auf der akustische Ebene ab. Drei Stimmen (die Autorinnen) führen durch eine imaginäre Stadt, über den Markt hinauf auf einen der sieben Hügel vor der Stadt, denn «es gibt nichts angenehmeres, als auf eigene und fremde Städte runter zu schauen». Es ist ein Spaziergang durch ein Bild.

Neben dem gesprochenen erzählerischen Text und den musikalischen Miniaturen gibt es eine geräuschhafte Ebene, die teils abstrakt, teils narrativ ist und akustisch sehr räumlich wirkt. Es ist im eigentlichen Sinne ein dreidimensionales Hörstück.