Marion Anna Simon

Selbst

15. Juni bis 2. Juli 2008

Marion Anna Simon folgt der Frage, was ein Selbst letztlich auszeichnet: welche Vorstellungen, Bezüge, Erkenntnisse, Bedingungen und Erfahrungen formen von Innen und Aussen das eigene Selbst? Provozieren sie es gar erst? Oder entspringt es einem Traum, einer Phantasie oder einer Erwartung? Ist es ein fortwährend neuer Kompromiss? Was ist das wirkliche Selbst, wenn es sich wandeln, spalten oder gar auflösen kann? Gibt es Sinn ohne Selbst? Was oder wer wählt aus der grossen Zahl möglicher Werte und Lebensstile die Eigenen aus? Kann sich ein Selbst ohne Spiegel erkennen? Gibt es eine Selbsterkenntnis ohne Schmerz? Treibt sie in grenzenlosen Wahn oder erlöst sie? Können Begriffe, Metaphern und Bilder ein Selbst fassen? Oder bringt sich ein Selbst mit Bewegung, Haltung, Mimik und textiler Inszenierung zur Geltung? Wie viele Rollen erträgt das Selbst? Wann wandelt sich das Spiel mit dem Ausdruck seiner selbst in eine ernsthafte Wirklichkeit? Gibt es ein Selbst ohne Vorlagen? Macht uns die eigene Geschichte zur Karikatur unser Selbst?

Diese Fragen dekliniert Marion Anna Simon am Beispiel ihrer selbst. Gemalte Porträts und Mehrfachporträts in Ei-Tempera und Öl, gestrickte und gestickte Ausschnitte und Spiegelungen zeigen, dass die stete Neuformung des Selbst vorläufige Fixpunkte, Grenzen und Haltungen benötigt, um sich fortzubewegen.

So, 15. Juni 2008, 11 Uhr
Vernissage

So, 6. Juli 2008, 11 Uhr
Künstlergespräch

Claudius Krucker (Kunsthalle Arbon) im Gespräch mit der Künstlerin und Roland Toleti, Psychologe

Öffnungszeiten
Fr 17 – 19 Uhr
Sa/So 13 – 17 Uhr

Kunsthalle Arbon
Grabenstrasse 6
Postfach 160
CH-9320 Arbon